19.03.2013 Kein Hähnchenmaststall in Tengern, der gemeinsame Kampf der Bürgerinitiative (BI) und der Hüllhorster Grünen hat sich gelohnt.

Nach Informationen des Kreises Minden-Lübbecke, hat der Investor des geplanten Hähnchenmaststalls in Tengern, den Bauantrag zurückgezogen. Die genauen Gründe des Investors für diesen Schritt sind nicht bekannt. Die schnelle Gründung der Bürgerinitiative (BI) »Zur Erhaltung der Tengeraner Schweiz«, die große Unterstützung aus der Bevölkerung und von Anfang von den Hüllhorster Grünen erhielt , dürfte maßgeblichen Anteil am Entschluss des Investors gehabt haben. Auch das von den Hüllhorster Grünen im Januar 2013, beim Kreis beantragte Keimgutachten, mit dem Hinweis auf die Gesundheitsgefährdung der in der nähe lebenden Menschen und der nahen Grundschule in Tengern, dürften den Investor zum Umdenken gebracht haben. Die geplante Zusammenkunft der Mitglieder der BI. nutzte Carsten Stegmann dann gestern auch dazu den Mitgliedern und den anwesenden politischen Parteien (leider nur die Grünen mit Anja Schmidt und Jürgen Friese), mitzuteilen, dass der Bauantrag zurückgezogen wurde. Jürgen Friese (Grüne), bedankte sich bei Christina Crepaz und Carsten Stegmann mit einer Flasche Sekt für die tolle Zusammenarbeit. Die BI. und die Hüllhorster Grünen haben vom ersten Tag an Hand in Hand dafür gekämpft, dass der Hähnchenmaststall in Tengern nicht kommt und das  wurde mit der Rücknahme des Bauantrags belohnt, was gemeinsam mit einem Glas Sekt gefeiert wurde. Die BI. bleibt bestehen und wird gemeinsam mit den Hüllhorster Grünen weiterhin ein wachsames Auge auf die „Tengeraner Schweiz“ werfen, denn dieser Antrag ist zwar vom Tisch, aber neue Anträge könnten folgen. Die Hüllhorster Grünen hoffen, dass sich bei der nächsten Wahl die politischen Verhältnisse in  Berlin ändern, damit endlich nötige gesetzliche Veränderungen, die Schwarz/Gelb immer wieder verhindert, umgesetzt werden können.

07.03.2013 Info: Grundwasser gefährdet, in Tengern ?

Nach Informationen von Herrn Klostermeyer vom Kreisumweltamt in Minden, wurden bei zwei Untersuchungen der untere Wasserschutzbehörde, keine Verunreinigungen des Grundwassers festgestellt. Carsten Stegmann, Sprecher der Bürgerinitiative gegen den geplanten Masthähnchenstall in Tengern, hatte Anfang Januar seine Bedenken wegen der Lagerung von Hühnermist auf einer Betonplatte, (die nicht zur Biogasanlage gehört) gegenüber dem Kreis geäußert.

23.02.2013 Stellungname der Hüllhorster Grünen zu dem Artikel - Grundwasser gefährdet?

Die Hüllhorster Grünen wurden Anfang Februar über den Brief von Herrn Stegmann an den Kreis benachrichtigt. Herr Stegmann kritisierte dabei, das er schon Anfang Januar den Kreis, über die Lagerung von Hühnermist informiert hätte, aber keine Reaktion auf seinen Hinweis erhielt.

Nach einem Gespräch Anfang Februar, mit Frau Dr. Wallberg von der unteren Landschaftsbehörde, wurde den Hüllhorster Grünen zugesichert, das dem Hinweis nachgegangen und das Ergebnis der Überprüfung mitgeteilt wird. Bei einer weiteren Anfrage zum Stand der Überprüfung, wurde uns mitgeteilt, das die untere Wasserschutzbehörde erste Untersuchungen durchgeführt hat und in der nächsten Woche weitere Untersuchungen durchführt, mit einem Ergebnis ist in 14 Tagen zu rechnen.

22.02.2013 Artikel Westfalen-Blatt: Grundwasser gefährdet?

Lagerung von Hühnermist

Tengern (kk). Eine Verunreinigung des Grundwassers durch Hühnermist? Carsten Stegmann, Sprecher der Bürgerinitiative gegen den geplanten Masthähnchenstall in Tengern, hat seine Bedenken in einem Schreiben an das Kreisumweltamt formuliert.

Der Betreiber der Biogasanlage Im Siekfeld hat nach Angaben Stegmanns Hühnermist auf einer in seinen Augen nicht dafür vorgesehenen Fläche auf dem Hof Unverferth gelagert. »Wir sind vor allem durch die Geruchsbelästigung darauf aufmerksam geworden«, sagte Stegmann. Normalerweise sei ausnahmslos die Silagefläche für die Lagerung vorgesehen.

»Der Hühnermist lag aber fernab der Biogasanlage auf einer normalen betonierten Fläche, die auch etwas abschüssig ist und in Richtung Bach läuft«, so Stegmann. »Und wenn es regnet, so meine Befürchtung, könnte etwas von dem Hühnermist in das Grundwasser gelangen.« Er habe sich vor etwa sechs Wochen beim Kreisumweltamt telefonisch erkundigen wollen mit der Bitte um Prüfung des Sachverhalts. Stegmann: »Da keine Antwort kam, habe ich vor zwei Wochen ein Schreiben aufgesetzt, bislang aber noch nichts gehört.«

Kreispressesprecher Oliver Roth bestätigte den Eingang des Schreibens. »Wir gehen der Sache nach. Das kann natürlich nicht nach Aktenlage entschieden werden, sondern das muss man sich vor Ort anschauen. Ich denke, dass das zeitnah passiert.«

20.02.2013 Filter-Erlass für große Tiermastanlagen veröffentlicht

Remmel: Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner vor Gerüchen, Stäuben und Bakterien wird damit sichergestellt


Mit Erlass vom 20. Februar 2013 werden in Nordrhein-Westfalen ab sofort Abluftreinigungsanlagen bei großen Schweinehaltungsanlagen mit mehr als 2000 Plätzen gefordert. Von diesen Ställen gehen Schadstoffe
wie Stäube und Ammoniak sowie Gerüche aus, die die Nachbarschaft und
die Umwelt erheblich belasten können. Auch können von Tierhaltungsbetrieben Pilze, Bakterien und Viren in die Luft gelangen und die Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner beeinträchtigen; Resistenzen können ausgetragen werden. Zur Vorsorge gegen diese Belastungen wird in Zukunft der Einbau von Abluftreinigungsanlagen gefordert. „Damit stellen wir sicher, dass große Schweinehaltungsanlagen dem aktuellen Stand der Technik entsprechen und die Anwohnerinnen und Anwohner so gut wie möglich geschützt werden“, sagte Umweltminister Remmel.

Laut Erlass ist ab sofort in Genehmigungen von großenSchweinehaltungsanlagen der Einbau von Abluftreinigungsanlagen festzuschreiben. Dort, wo dies bei bestehenden Anlagen technisch möglich und verhältnismäßig ist, ist der Einbau einer Abluftreinigungsanlage nachträglich anzuordnen. Dabei gilt für bestehende Anlagen eine Umsetzungsfrist von drei Jahren. Weiterhin enthält der Erlass Regelungen zur Abdeckung von Güllelägern sowie zum Umgang mit der Bioaerosolproblematik bei großen Tierhaltungsanlagen.

Bei kleinen Anlagen mit weniger als 2000 Mastschweinen und Anlagen zur Geflügelhaltung werden Abluftreinigungsanlagen dann gefordert, wenn durch den Betrieb schädliche Umwelteinwirkungen hervorgerufen werden.
„Ich erwarte aber, dass sich auch bei diesen Anlagen der Stand der Technik weiterentwickeln wird, so dass dann auch dort
Abluftreinigungsanlagen regelmäßig gefordert werden können. Auch bleibt der Bundesumweltminister aufgefordert, den Stand der Technik für ganz Deutschland festzuschreiben“ so Remmel.

Im Rahmen der Erarbeitung des Erlasses hat es eine umfangreiche Beteiligung der betroffenen Umwelt- und Landwirtschaftsverbände gegeben. Die Ergebnisse dieser Beteiligung wurden bei der Erarbeitung des Erlasses berücksichtigt.                                                                                                                                                                        Der Erlass ist zu finden unter www.umwelt.nrw.de.

20.02.2013 Hühnermastanlage: Gericht hebt Genehmigung auf

Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht hat die Genehmigung des Kreises Wesel für den Bau einer Hühnermastanlage in Schermbeck aufgehoben. Anwohner hatten wegen Umweltbelastungen und starker Geruchsbelästigung geklagt. Die Richter begründeten ihr Urteil damit, dass das zulässige Maß der Belastung durch die schon vorhandenen Ställe erreicht sei. Der Landwirt, der bereits eine Anlage mit fast 25.000 Hühnern betreibt, hatte im Februar 2008 einen Bauantrag für eine weitere Anlage für 39.900 Tiere gestellt. Das Urteil könnte eine Signalwirkung haben, da das Verwaltungsgericht Düsseldorf mit diesem Urteil die fehlerhafte Berechnung der Geruchsimmissionen offenlegt und der viel zu laxen Genehmigungspraxis einen Riegel vorschiebt.

Mehr Infos unter:
www.dorstenerzeitung.de

16.01.2013 Hüllhorster Grüne beantragen Keimgutachten für den geplanten Hähnchenmaststall in Tengern

     Hüllhorst, den 15.01.2013

    An den

    Kreis Minden – Lübbecke

    Kreisbaudezernent Jürgen Striet

    Portastraße 13

    32423 Minden

 

    über

    Gemeinde Hüllhorst

    den Bürgermeister

    Wilhelm Henke

    Löhner Str. 1

    32609 Hüllhorst

 

Sehr geehrter Herr Striet,

die Hüllhorster Grünen begrüßen es, dass sich der Kreis Minden – Lübbecke entschieden hat, beim Hähnchenmaststallbau in Tonnenheide, vom Investor ein Keimgutachten zu fordern. Durch diese Entscheidung rücken endlich die betroffenen Menschen und deren Gesundheit, in den Mittelpunkt statt die bisherige Privilegierung eines Einzelnen.

In unserer Gemeinde ist, im Ortsteil Tengern, auch ein Hähnchenmaststall geplant. Wie auch in Tonnenheide, liegt in direkter Nähe eine Schule, Sportplätze und eine neu entstandene Sporthalle. Die nächsten betroffenen Bürger, würden keine 50 Meter neben dem geplanten Hähnchenmaststall wohnen. Eine Gesundheitsgefährdung durch Keime ist nicht nur zu vermuten, sondern nach allgemeinen Untersuchungen und Überprüfungen, bei bereits bestehenden Mastanlagen, zu erwarten.

Deshalb beantragen wir Hüllhorster Grünen, mit Hinweis auf die Stellungnahme des Landesumweltamtes, zum Maststallbau in Tonnenheide, beim Kreisbauamt Minden – Lübbecke, als zuständige Behörde, ein Keimgutachten, das dem Investor der geplanten Hähnchenmastställe in Tengern als Auflage für eine Baugenehmigung gemacht werden sollte.

   Mit freundlichen Grüßen                                                

        (Jürgen Friese)

    Fraktionsvorsitzender der

      der Hüllhorster Grünen

Grüne fordern Verschärfung des Genehmigungsrechts bei Tierhaltungsanlagen

Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz/Antrag

Berlin: (hib/EIS) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen legt einen Antrag (17/11879) zur Verschärfung des Planungs- und Immissionsrechts bei der Genehmigung von Tierhaltungsanlagen vor. Danach sollen Kommunen unter anderem für neu beantragte Anlagen Bauverbote erlassen können, wenn eine Tierdichte von zwei Großvieheinheiten pro Hektar auf der landwirtschaftlich genutzten Fläche erreicht oder überschritten wird. Des Weiteren fordern die Grünen eine zweistufige Öffentlichkeitsbeteiligung während des immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens, wobei die erste Stufe der Beteiligung frühzeitig erfolgen soll, um Veränderungen zu ermöglichen.

15.10.2012 Hähnchenmaststall "Nein Danke", Investor aus Bröderhausen in Tengern unerwünscht

Klare Worte fielen bei der Informationsveranstaltung der SPD, im Dorfgemeinschaftshaus Schnathorst an der auch Anja Schmidt und Jürgen Friese von den Hüllhorster Grünen teilnahmen, zum Thema „ Hähnchenmaststall in Tengern“. „Der soll bleiben wo er herkommt“ oder „Warum baut er nicht in Bröderhausen, wo er seinen Betrieb hat“. Nicht ein anwesender Bürger kann verstehen das trotz der vielen Proteste, ein Bröderhausener Landwirt in der Tengeraner Schweiz einen Geflügelmaststall errichten will. Viele fürchten sich vor gesundheitlichen Keimen, vor der Verseuchung des Grundwassers und vor vielleicht weiteren Ställen, die dort das Landschaftsbild verschandeln. Christina Crepaz und Carsten Stegmann von der Bürgerinitiative  zur Erhaltung der Tengeraner Schweiz machten deutlich, dass man mit allen Mitteln versuchen wird, den Geflügelmaststall zu verhindern. Aber auch Bürgermeister Wilhelm Henke, von der Gemeinde Hüllhorst ließ erkennen, dass auch die Gemeinde alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen wird, um eine weitere Verschandlung der Tengeraner Schweiz zu verhindern. Die  Hüllhorster Grünen, werden Ihn dabei unterstützen. Der Investor nahm trotz einer Einladung an der Veranstaltung nicht teil, dadurch zeigte er sehr deutlich, das er an der Meinung  und den großen und berechtigten Sorgen, seiner Mitbürger kein Interesse hat. Jetzt müssen alle Beteiligten darauf warten, das die Unterlagen des Investors vollständig bei der Umweltbehörde und dem Bauamt in Minden vorliegen, denn erst danach können Bürger und Gemeinde ihre Wiedersprüche einreichen.

30.09.2012 Pressemitteilung der Hüllhorster Grünen

Rahden macht es uns vor:

Ein positives Signal zum geplanten Geflügelmaststall in Tengern, kam aus Sicht der Hüllhorster Grünen, am Donnerstag aus Rahden. Der dortige Bauauaschuss hatte sich geschlossen gegen den Bau von zwei Mastställen in Nähe der Grundschule ausgesprochen. Begründet wird das mit planungsrechtlichen Argumenten, aber auch damit, dass Mastställe unweit der Schule nicht erwünscht sind. Eine ähnliche Situation haben wir auch in Tengerholz, dort wurde eine Biogasanlage geplant um Strom und Gas zu erzeugen.(Wird zur Zeit errichtet). Der Betreiber fand jedoch vor Ort nicht die nötigen  Abnehmer für seine Produkte. Deshalb wird jetzt unter dem Vorwand den landwirtschaftlichen Betrieb mit Blick auf die Zukunft auch für die Nachfolger zu erhalten, ein Geflügelmaststall neben der Biogasanlage geplant. Trotz Protesten einer Bürgerinitiative mit vielen Anhängern und maßgeblichen Widersprüchen, hält der Landwirt an seinem Projekt fest. Die in der Nähe liegende Grundschule, der Sportplatz und die betroffenen Anlieger, die durch den geplanten Maststall belastet würden, dürfen nicht darunter leiden, dass eine Fehlinvestition in die Biogasanlage, jetzt durch einen Maststall wieder ausgeglichen werden sollen. Hier muss das Recht auf Gesundheit der Menschen und der Schutz der Natur vor den wirtschaftlichen Interessen eines Einzelnen gestellt werden. Wir bitten die Mitglieder des Bauausschusses und des Gemeinderates, jegliche Möglichkeit auszunutzen, um den Bau des geplanten Geflügelmaststalls zu verhindern.

16.04.2012 Ist der geplante Geflügelstall in Tengern, überhaupt privilegiert?

Diese Frage stellen sich die Hüllhorster Grünen. In direkter Nähe des geplanten Geflügelstalls, existiert bereits ein Stall mit rd. 39000 Masthähnchen. Nach unserer Meinung kann man beide Ställe nicht getrennt betrachten, auch wenn es zwei verschiedene Besitzer gibt. Durch den geplanten zweiten Hühnerstall, überschreiten beide Ställe zusammen, die festgelegte Hähnchenzahl von 39999 Tieren die für eine Privilegierung vorgeschrieben ist. Es kann nicht im Sinne der Vorschrift sein, „zum Beispiel“, mehrere Hähnchenmastställe mit je fast 40000 Tieren nebeneinander zu genehmigen, und somit eine Umgehung der ansonsten gesetzlich vorgeschriebenen Umweltgutachten zuzulassen.

Hinsichtlich der beantragten Bauvorhaben erhebt sich vor Ort starker Widerspruch aus der Bevölkerung. Befürchtet werden insbesondere betriebsbedingte Geruchs- und Lärmbelästigungen, vermehrte Tierseuchen- und Krankheitsgefahren, Verseuchung des Grundwassers sowie die Verschandelung des Landschaftsbildes.

Die Verschandelung des Landschaftsbilds ist schon durch die Genehmigung einer Biogasanlage, an gleicher Stelle eingetreten und einer weiteren Verschandlung der „Tengeraner Schweiz“ muss Einhalt geboten werden. Das bestehende Landschaftsschutzgebiet darf nicht weiter zerstört werden, bestes Ackerland nicht vernichtet werden.

Abstände zu Wohngebieten sind einzuhalten, hier fordern wir, dass man sich an den Vorgaben des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen orientiert:

Im Rahmen von Genehmigungsverfahren für Mastställe sollte hier, auf den Entwurf einer Richtlinie des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) zur Bewertung von Gesundheitsrisiken durch Bioaerosole zurückgegriffen werden. „Der Entwurf sieht einen Abstand von Geflügelhaltung zur Wohnbebauung von 500 Metern vor“. „Wird der vorgeschriebene Abstandsradius unterschritten, hat der Antragsteller ein Keimgutachten vorzulegen.“ Eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), die eine solche Untersuchung erfordert, ist  ab 30 000 Masthähnchen durchzuführen. Ansonsten gilt das Baurecht.

Auch auf den Brandschutz werden wir Hüllhorster Grünen großen Wert legen, teilt Fraktionsvorsitzende Jürgen Friese mit. Die Bauordnung stelle diesbezüglich Anforderungen an bauliche Anlagen. Damit die Tiere in den Ställen im Brandfall gerettet werden können, müsse ein schlüssiges Brandschutzkonzept vorgelegt werden. Wir sind gespannt. Auch muss bei diesem Bauvorhaben die besondere Situation, der Wasserrichtlinien beachtet werden. Hausbesitzer in der direkten Nachbarschaft, besitzen noch Hausbrunnen, ein Bach und Fischteiche sind in unmittelbarer Nähe.

Als Landtagskandidat der Grünen sagt Jürgen Friese, es muss Schluss sein mir der Privilegierung von Masttierställen, es muss überhaupt Schluss sein mit dieser Art von Tierhaltung.

 

03.04.2012 Bürger legen Widerspruch gegen geplante Biogasanlage in Tengern ein

Mehrere Bürger haben beim Kreis Minden Lübbecke, der unteren Landschaftsbehörde und der Gemeinde Hüllhorst Widerspruch gegen den Bau der Biogasanlage in Hüllhorst eingelegt. Sie befürchten eine erhöhte Lärm-, Staub-, und Geruchsbelästigung. Sie weisen auf die Gefährdung des Grundwassers  und die Gefahr des entstehenden Methan Gases hin.

Wir Grünen sind gespannt, wie Verwaltung und Kreis auf den Widerspruch reagieren.

24.03.2012 Bürgerinitiarive zur Rettung der Tengeraner Schweiz gegründet

Über 50 interessierte Anwohner und Bürger aus Tengern und anderer Ortsteile haben sich auf Knickmeiers Hof an der Gründungsveranstaltung der Bürgerinitiative „Masthuhn nein Danke“ beteiligt. Christina Crepaz und Carsten Stegmann hatten als Gründungsmitglieder einen kurzen Vortrag zum geplanten Hähnchenmaststall „Im Siekfeld“ vorbereitet . Jürgen Friese Fraktionsvorsitzender der Hüllhorster Grünen erklärte den Anwesenden Bürgern, den Ablauf des Genehmigungsverfahrens  und sicherte den betroffenen Bürgern die volle Unterstützung der Hüllhorster Grünen zu. Auch der Beirat der Landschaftsbehörde sieht noch Gesprächsbedarf und wir einen zweiten Ortstermin durchführen. Dr. Franke war aber sichtlich erschüttert, welche Folgen die schon genehmigte Biogasanlage für die Landschaft hat. Ernst-Wilhelm Rahe (SPD) betonte das es wichtig ist, sachlich miteinander zu reden. Bärbel Brockmann (Ortsvorsteherin von Tengern) war enttäuscht, das der Antrag gestellt wurde, ohne Verwaltung und Bürger zu informieren. (Erst ein Zeitungsartikel der Hüllhorster Grünen, informierte die Bürger über den geplanten Hähnchenmaststall)

20.03.2012 Hähnchenmaststall in Tengern, nein Danke

Für die Hüllhorster Grünen, stellt sich die Frage, ob Massentierhaltungen der Landwirtschaft zuzuordnen sind, da Landwirtschaft nur dann vorliegt, wenn mindestens die Hälfte des Futters auf eigenen Flächen erwirtschaftet wird. Wir bezweifeln stark, dass dieses Kriterium bei vorliegendem Vorhaben erfüllt ist. Allerdings gibt es einen weiteren `Privilegerierungstatbestand´, nämlich Bauten, die aufgrund ihrer zu erwartenden Umwelt- auswirkungen nur im Außenbereich errichtet werden sollen. Diese Privilegierung wird in aller Regel für Anlagen der Massentierhaltung angenommen. Zu beachten ist jedoch, dass es sich hierbei nur um die sogenannte relative Privilegierung handelt. Hier muss immer eine Einzelfallabwägung durchgeführt werden zwischen den Allgemein- wohlgründen, die für die Errichtung der Anlage sprechen und dem Grundsatz, dass im Außenbereich an sich nicht gebaut werden soll. Und dann gibt es noch die ökologischen Auswirkungen. Während die Hähnchen, die circa 38 Tage lang auf ihr Schlachtgewicht gemästet werden, abtransportiert werden, bleibt die Gülle von 39.900 Tieren hier. Diese Gülle beinhaltet einen hohen Prozentsatz an Restnährstoffen. Insbesondere Stickstoff, den die Tiere über Eiweißfuttermittel aufgenommen haben, ist in Gülle nachweisbar. Dazu kommt eine Belastung mit stallspezifischen Keimen und Rückständen aus Zusatzstoffen und Medikamenten. Gülle enthält ferner Ammoniak und andere gasförmige Emissionen. Die angesprochene Verarbeitung der Rückstände in einer Biogasanlage (noch nicht errichtet) sind keine überzeugende Lösung, da hierbei Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium vollständig erhalten bleiben. Im übrigen handelt es sich dann, wenn Gülle per Abnahmevertrag verkauft wird, nicht mehr um Dünger, sondern um Abfall. Gem. § 5 Abs. 1 Nr. 3 BImSchG, gehört zu den Pflichten der Betreiber von Massentieranlagen die umweltverträgliche Verwertung von Abfällen. Diese Regelung geht den Bestimmungen des Abfallrechts vor und verlangt ausweislich der Gesetzesbegründung vom Betreiber einer derartigen Anlage, dass er alle erforderlichen Vorbereitungen trifft, um zu gewährleisten, dass Abfälle nach den einschlägigen Vorschriften ordnungsgemäß verwertet bzw. ohne Beeinträchtigung des Wohls der Allgemeinheit beseitigt werden können. Dies ist unseres Erachtens bei Biogasanlagen nicht gegeben, da hier als Restprodukt giftiges Güllekonzentrat (oder Mais-Güllekonzentrat) erzeugt wird, welches die Überdüngungsproblematik eher verschärft denn verbessert. Ein wesentlicher Grund, weshalb nach der europäischen Wasserrahmen- richtlinie 78/659/EWG Massentierzuchtanlagen ab 2013 voraussichtlich gar nicht mehr genehmigungsfähig sein werden. Fraglich ist ebenfalls, wie sich der Masthähnchenstall am geplanten Standort auf die Nachbarschaft auswirken wird. Neben der gesundheitlichen Gefährdung wird zur optischen Beeinträchtigung vor allem in den Sommermonaten eine Geruchsbelästigung hinzukommen, die sich selbst durch den Einsatz von Filtertechniken nicht vermeiden lassen wird. Wie gedenkt der Betreiber die Brandschutzbestimmungen einzuhalten? Nachdem die Tiere auf brandanfälliger Einstreu gehalten werden müssen, ist in der hier vorgesehenen Geflügelhaltung das Brandrisiko besonders groß. Nach geltenden Brandschutzbestimmungen muss gewährleistet sein, dass die Tiere in einem sehr kurzen Zeitraum komplett aus dem Stall evakuiert werden können. Wie soll dies bei knapp 40.000 Tieren geschehen?

 

 


Hüllhorster Grüne lehnen geplante Hähnchenmasthaltung in Tengern ab.

An der Gemeinde vorbei (zwar rechtlich korrekt), aber sicherlich nicht der feine Stil, hat ein Landwirt aus Tengern einen Bauantrag für einen geplanten Hähnchenmaststall beim Kreis Minden-Lübbecke eingereicht. Der Stall soll insgesamt 39900 Tiere aufnehmen, bei der hier beantragten Zahl wird knapp die Schwellengrenze von 40.000 Tieren unterschritten, welche ein öffentliches Genehmigungsverfahren nach sich ziehen würde. Die auf die Gesamtzahl bezogene lächerliche Differenz von 100 Tieren bewirkt nunmehr die Durchführung eines vereinfachten immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens ohne vorherige Auslegung der Unterlagen und ohne eine Beteiligung der Öffentlichkeit.

Grundsätzlich wäre es sinnvoll, bei der Planung derartiger Betriebe generell eine Umweltverträglichkeitsvollprüfung durchzuführen, die eine genaue Betrachtung der Auswirkungen solcher Anlagen auf die Schutzgüter Menschen, Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, Kulturgüter und sonstige Sachgüter sowie die Wechselwirkungen zwischen den genannten Schutzgütern im Sinne des § 2 UVPG gewährleistet.

Der Bau soll nördlich von Tengern auf Flurstück 436 erstellt werden. Grundsätzlich soll der Außenbereich von Bebauung freigehalten werden. Sicherlich gibt es einige privilegierte Bauvorhaben, die in Außenbereichen errichtet werden können. Dazu gehören unter anderem landwirtschaftliche Anlagen.

Nur stellt sich die Frage, ob Massentierhaltungen der Landwirtschaft zuzuordnen sind, da Landwirtschaft nur dann vorliegt, wenn mindestens die Hälfte des Futters auf eigenen Flächen erwirtschaftet wird. Wir bezweifeln dies stark, da diese Flächen schon für die geplante Biogasanlage als Nutzfläche angegeben wurden.

Bedenklich finden wir auch, dass der geplante Standort so ungünstig liegt, dass im Falle eines Ausbruchs der Geflügelpest im Masthähnchenstall der 3-km-Sperrbezirk mit all den negativen Konsequenzen die Tengeraner Schule, mit Sportplatz und Sporthalle davon betroffen wären.

Auf die zu erwartenden Geruchsbelästigung durch den Stall und die erhöhte Umweltbelastung der Böden weisen wir ebenfalls hin.

Jürgen Friese Fraktionsvorsitzender der Grünen stellt klar, dass seine Partei den Bau des Hähnchenmaststalls nicht unterstützen wird.

 

URL:http://www.gruene-huellhorst.de/haehnchenmaststall-in-tengern-nein-danke-infos-artikel/