16.12.2016 Erklärung der Ratsfraktionen SPD und Grüne zum Antrag auf Aufstellung eines Landschaftsplanes für die Gemeinde Hüllhorst

Die Aufstellung eines Landschaftsplanes ist eine grundlegende Investition in eine nachhaltige und umweltverträgliche Entwicklung einer Gemeinde und verfolgt folgende Ziele: die Ausweisung schutzwürdiger Bereiche von Natur und Landschaft und den Erhalt der Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt. Weiterhin die Wiederherstellung und Verbesserung der ökologischen Stabilität von Natur und Landschaft für Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen."

Dabei seien selbstverständlich die Nutzungsinteressen der hier wohnenden und arbeitenden Menschen und die Bedürfnisse der weiteren Gemeindeentwicklung, zum Beispiel im Hinblick auf die Erschließung von Wohnbauflächen und die Ansiedlung von Gewerbebetrieben, angemessen zu berücksichtigen.

Die Aufstellung erfolge durch den Kreis. Die Kosten trägt zu 80 Prozent das Land und zu 20 Prozent der Kreis. "Die Bedeutung des Nutzens von Landschaftsplänen haben landesweit in ganz NRW die meisten Kreise und kreisfreien Städte erkannt." In Minden-Lübbecke gebe es fünf rechtskräftige Landschaftspläne, der sechste befinde sich in Aufstellung. Landesweit seien 239 von 373 aufzustellenden Landschaftsplänen in Kraft getreten, weitere 70 Pläne befänden sich in Aufstellung (Stand 1.4.2014). Aktuell fertig seien 321 und 19 in der Aufstellung. "Große Bedeutung bei der Aufstellung eines Landschaftsplanes hat die Bürgerbeteiligung, aber auch die Beteiligung aller Interessengruppen, wie der Landwirtschaftskammer oder des Landesbetriebes Wald und Holz.

Eine Bürgerinfo, wie sie von CDU und UHUs im Vorfeld der Beschlussfassung gefordert wird, mache im Vorfeld der Beschlussfassung aus Sicht von Grünen und SPD wenig Sinn. Erst wenn das Gemeindegebiet flächendeckend erfasst und bewertet sei, könne ein Vorentwurf des Landschaftsplanes erstellt werden. Erst zu diesem Zeitpunkt könne man über konkrete Inhalte diskutieren. Mit diesem Vorentwurf beginne dann im Aufstellungsverfahren eine umfassende Bürgerinformation und Beteiligung.

Zum Schluss noch ein Satz zur letzten Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses: Die Grünen haben den Antrag zur Aufstellung eines Landschafsplanes im Vorfeld allen Fraktionen vorgestellt und ihre Gesprächsbereitschaft angeboten. Die Reaktion der CDU war ein Gegenantrag, eine Ausschusssitzung mit 40 Landwirten, und reichlich Stimmung gegen den Landschaftsplan.

SPD und Grüne im Rat sehen im Schutz von Natur und Landschaft in unserer Gemeinde eine wichtige Aufgabe. Auch nachfolgende Generation müssen in Hüllhorst intakte Natur und ein lebenswertes Umfeld vorfinden.

15.12.2016 Landschaftsplan kommt

Bild NW K. Tirre

Die Aufstellung des Landschaftsplan für Hüllhorst, durch den Kreis Minden Lübbecke wurde im Hüllhorster Rat, mit Stimmenmehrheit von SPD und Grünen beschlossen.

Jürgen Friese "an einem Landschaftsplan sei noch nie ein Landwirt Pleite gegangen". Im Gegenteil. Ein Landschaftsplan bringt viele Vorteile und wir können in Fördertöpfe greifen." 368 Kommunen hätten bereits einen Landschaftsplan. "Das ist kein Hexenwerk", so Frank Picker (SPD). Der Landschaftsplan böte die Möglichkeit der konstruktiven Begleitung von Vorhaben. Jürgen Friese "Auch die Bedenkenträger werden erkennen, dass ein Landschaftsplan keine nachteiligen Auswirkungen auf Baulandausweisungen hat".

Der Vertreter vom Kreis bestätigte in einer vorangegangenen Sitzung eine Bürgeranhörung mache erst Sinn, wenn das Hüllhorster Gebiet flächendeckend erfasst sei. "Dann geht es in den Dialog mit dem Bürger."

Dafür zeigte die CDU überhaupt kein Verständnis und lehnte deshalb den Landschaftsplan ab.

 

 

12.12.2016

Immer mehr Grundwasser-Messstellen weisen eine Nitratbelastung über den gültigen Grenzwerten auf.

Betroffen ist laut Bundesumweltministerium ein Viertel der Grundwasservorkommen in Deutschland. Hier werden Werte über 50 Milligramm Nitrat pro Liter nachgewiesen. Zum Vergleich: 2011 war die Belastung des Wassers noch geringer, damals war jedes sechste Vorkommen betroffen. Das Nitrat-verunreinigte Grundwasser dehnt sich zudem aus. Mittlerweile ist das Wasser in einem Drittel der Fläche Deutschlands in einem schlechten ökologischen Zustand. Die Belastung sei, so das Bundesumweltministerium, in mehreren Regionen deutlich zu hoch. Sie führe "zu deutlichen Auswirkungen bei der Trinkwassergewinnung und verursacht vermehrte Anstrengungen zum Schutz der Trinkwasserressourcen."
Bärbel Höhn, stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, nennt die Zahlen besorgniserregend. Sie betont: Das Problem sei seit Jahren bekannt, hauptverantwortlich dafür sei die Landwirtschaft. "Die Massentierhaltung versaut uns das Grundwasser. Auch das ist ein Preis für das Billigschnitzel." Immer mehr Tiere, die in Großställen gehalten würden, produzierten mehr Gülle, die auf den Feldern praktisch entsorgt werde und zu mehr Nitrat im Grundwasser führe. Vor allem in landwirtschaftlichen Gebieten ist das Grundwasser großflächig mit Nitrat belastet. So sind in Nordrhein-Westfalen 40 Prozent der Landesfläche betroffen, in Schleswig Holstein 50, in Niedersachsen sogar 60 Prozent. In diesen Bundesländern werden besonders viele Schweine und Rinder, wird besonders viel Geflügel auf engem Raum gehalten.

Wann darf man keine Gülle ausbringen?

Wenn ein Landwirt Gülle auf seinen Feldern ausbringen möchte, muss er neben dem Nährstoffbedarf der Pflanzen ein paar andere grundsätzliche Regeln einhalten, die auch zur guten fachlichen Praxis beim Düngen gehören. Ziel ist, dass die Gülle schnell in den Boden eindringt, damit die gasförmigen Nährstoffverluste reduziert werden. Gleichzeitig sinkt die Geruchsbelästigung deutlich. Zusätzlich sollen die Nährstoffe schnell von den Bodenpartikeln (Ton- und Humusteilchen) gebunden werden können. Im Wurzelraum stehen die Nährstoffe den Pflanzen dann kurz- und mittelfristig zur Verfügung. Bei der Gülleausbringung muss gewährleistet werden, dass die Nährstoffe nicht ins Oberflächen- oder Grundwasser gelangen. Aus diesem Grund sagt der Gesetzgeber, dass bei folgenden Gegebenheiten keine Gülle, Jauche, Geflügelkot, Festmist, Kompost sowie stickstoff- und phosphathaltige Mineraldünger ausgebracht werden dürfen: Der Boden darf nicht wassergesättigt sein. Ist er wassergesättigt, nimmt er kein weiteres Wasser mehr auf. Erkennbar ist dies daran, dass auf freier, ebener Fläche - nicht in den Fahrspuren! - Wasserlachen entstehen. Beim Kneten des Bodens in der Hand tritt Wasser aus den Poren. Der Boden darf nicht überschwemmt sein. Der Boden darf nicht durchgängig gefroren sein. Durchgängig gefroren ist der Boden dann, wenn er an einer Stelle des Feldes mehr als 10 cm tief gefroren ist und im Tagesverlauf oberflächlich nicht auftaut. Ist der Frost weniger als 10 cm tief eingedrungen, ist das oberflächliche Auftauen nicht erforderlich und es darf Gülle ausgebracht werden. Abstandsregelungen zu Gewässern Damit keine Nährstoffe aus der Gülle in einen Bach, einen Fluss, einen See oder einen Teich gelangen, muss der Landwirt einen Abstand von einem Meter zur Böschungsoberkante einhalten, wenn er ein Gerät zur exakten Ausbringung hat, ansonsten ist ein Abstand von drei Metern einzuhalten.

Die EU hat Deutschland wegen der steigenden Nitratbelastung des Grundwassers und jahrelanger Untätigkeit bei dessen Schutz verklagt.

EU-Kommission rechnet mit der Umwelt- und Agrarpolitik der Bundesrepublik ab und verklagt Sie. Auf fast 40 Seiten wird das Versagen der Umwelt- und Agrarpolitik in der Anklageschrift belegt. In vielen Regionen Deutschlands steigt die Belastung des Grundwassers mit Nitrat. Schuld daran ist die Landwirtschaft mit ihrer Überdüngung mit Gülle und Mist. Damit verstößt Deutschland klar gegen die EU-Nitratrichtlinien von 1991. Deutschland ignoriert seit Jahren akribisch Probleme und lässt zu das wesentlich mehr Dünger auf die Äcker gebracht wird, als von den Pflanzen aufgenommen werden kann. Schärfere Regelungen verhinderte bis von 2 Monaten, vor allem das Landwirtschaftsministerium. Aber auch eine jetzt vorliegende Novelle des Düngergesetzes und der Düngeverordnung dürfte nicht ausreichend sein. Das sich Brüssel nicht auf der Nase herumtrampeln lässt zeigt Frankreich, auch dort wird gegen die Nitratwerte verstoßen. Geldstrafen von bis drei Milliarden (die der Steuerzahler bezahlt) könnte auf das Land zukommen und sogar der Verbot von Landwirtschaft in besonders nitratbelasteten Gebieten.

11.12.2016 Weihnachtssingen der Brüdergemeinde in Hüllhorst

Beim Adventssingen des Kinder und Jugendchors im Bethaus der Hüllhorster Brüdergemeinde kam Weihnachtliche Stimmung auf. Mit ihren Liedern konnten die jungen Musiker und Sänger das Publikum in vorweihnachtliche Stimmung versetzen. In diesem Jahr stand der Friedensfürst im Mittelgrund und die Hoffnung auf Frieden in der Welt nahmen sicher die meisten Zuhörer mit nach Hause. Der schöne Abend wurde mit einem gemeinsamen Kaffee und Kuchen Essen mit vielen Gesprächen beendet.

04.12.2016 Sonntag 9. Schnathorster Advent rund um den Pfarrhof mit Gottesdienst

Familiengottesdienst in Schnathorst, die Kinder das Schulverbunds im Mühlengrund trugen Lieder, Weihnachtswünsche und spielten ein Stück mit Wanya und dem Weihnachtswunsch auf Frieden vor. Danach konnte man über den kleinen Weihnachtsmarkt schlendern. Die Kinder nutzten das Kinderkarussell und die Erwachsenen erfreuten sich an Bratwurst und Crêpes.

02.12.2016 Kunst- u. Kulturpreis 2016

Der Kulturring Hüllhorst e.V. veranstaltete in diesem Jahr einen Collagenwettbewerb zum Thema „Hüllhorst ist bunt“ Es wurden folgende Altersklassen gebildet, Kinder (bis 13 Jahre), Jugendliche (bis 17 Jahre) und Erwachsene (ab 18 Jahre) In allen Altersklassen, gab es Geld- und Sachpreise. Bewertet werden die Arbeiten von einer Jury, bestehend aus Vorstandsmitgliedern des Kulturrings Hüllhorst. Der Vorsitzend Heinz-G. Bartelheimern verkündete im Vorraum der Ilex-Halle die Gewinnern und übergab die Preise.

02.12.2016 2. Weihnachtsmarkt in der Gesamtschule Hüllhorst

Zum zweiten mal fand der Weihnachtsmarkt in der Gesamtschule statt. Hunderte Besucher folgten der Einladung und genossen die Weihnachtsstimmung in den Gängen der Schule. Es gab Kekse, Crêpes, in der Cafeteria Kaffee und Kuchen und im Außenbereich leckere Bratwurst. Die Schüler und Lehrer hatten sich viel Mühe gemacht um den Besuchern einen schönen Nachmittag zu bereiten.

URL:http://www.gruene-huellhorst.de/aktivitaeten-in-unserer-gemeinde/2016/dezember/